Beifahrerhund

Manchmal, habe ich, der Herr Bohne, Angst. Immer dann, wenn diese Unruhe im Haus zu spüren ist und alle hektisch werden, Schlüssel klimpern, Dinge gesucht werden, insbesondere Schuhe, dann weiß ich, sie wollen wieder los, meine Rudelmitbewohner.

Manchmal gelingt es mir, etwas Zeit zu gewinnen, denn für die ein oder andere Schuhsuche bin ich mit verantwortlich. Und wenn dann eines der Rudelmitglieder bereits ungeduldig im Auto wartet, dann hüpfe ich, ganz flux, ins Auto rein. Ein Herr Bohne findet immer ein Plätzchen.

War ich früher nicht schnell genug, nahm ich es in Kauf, schließlich wusste ich, das Frauchen, das kommt immer wieder. Und in der Zwischenzeit schnappte ich mir einen der zurückgebliebenen Frauchenhausschuhe.

Neulich, da kam das Frauchen Nummer 1 leider nicht ganz bald wieder. Sie kam auch in der Nacht nicht heim. Und in der nächsten auch nicht. Ein Herr Bohne ist nicht gern so lang allein. Schon gar nicht, wenn es dunkel wird. Sogar meinen Schlafplatz habe ich nach ein paar Nächten verlagert und mich zu Mariechen ins Zimmer geschlichen – Mariechen schläft auch lieber in Gesellschaft.

Irgendwann kam mein Frauchen zu mir zurück, aber sie war so lange weg gewesen, wie nie zuvor.

Und nun trau ich dem Frauchen nicht mehr so recht, wenn sie losfahren möchte und mir sagt, sie sei bald wieder da. Der Beifahrersitz, der gehört mir, ich bin ein verdammt schneller Herr Bohne geworden, „jawoll-ja-ja“! (Und nein, ich bin nicht grau, das sind weiße Engelshaare, die hatte ich schon als Babybohne…)

 

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Autor

Herr Bohne ist 9 Jahre alt, seit 2010 treuer Begleiter von Sina & Patrick und seit 2011 Aufpasser- und Knuddel-Hund eines kleinen Mädchens. Herr Bohne ist ein echter Bloggerhund. Mit vier Pfoten und 2 Händen halten Herr Bohne und Sina in Teamwork und mit einem unverwechselbaren Schreibstil die Rudelerlebnisse aus Sicht des Hundeherrn fest.
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Kategorie: Familienleben

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Wuff Herr Bohne
richtig machst du es jetzt immer schnell ins Auto. Echt ich passe immer auf, nicht alleine in unserer Hütte zu bleiben…Hund weiß ja nie…schließlich müssen wir ja auf unsere Zweibeiner aufpassen.
Wuff Tibi

Ja, ja,…das kennen wir hier…Unser Hund bleibt auch nicht gern allein…allerdings wäre Autofahren die noch größere Strafe…;-). LG Lotta.

Man muss sich nur zu helfen wissen, gell Herr Bohne. Und du machst das ganz richtig 🙂
Herzlich, do

Ja, das mit dem Autofahren und Herrn Bohne, das ist auch bei uns so eine Sache, liebe Lotta. Eigentlich …

Schön, mal hautnah so einen Erfahrungsbericht von der Hundefront.
Wir haben uns Ähnliches schon gedacht, denn die Blicke unseres Caspars sprechen Bände, wenn hier im Haus die Aufbruchs-Unruhe ausbricht.
Wir zerfließen dann vor lauter Mitgefühl und können dem Hund gar nicht in die Augen sehen. Aber immer und überall kann eben auch der bravste Wuffi nicht mit.
Liebe Grüße und einen extra Knochen !

Ach Herr Bohne, diese Ungewissheit immer! Warum sagen sie denn nicht, wann sie zurück sind. Oder warum gehen sie überhaupt ohne Dich. Es kann ja nichts so wichtiges sein, wenn Du nicht dabei bist. Ich hoffe sie bringen Dir wenigstens was mit, als Trostpflaster. Warten ist sooooo nervaufreibend.
Liebe Grüße
Sabine

Wuff, wuff. Du hast es aber gut, Herr Bohne. Ich darf niiiieeee auf dem Beifahrersitz liegen. Frauchen schimpft dann immer mit mir. Aber ich darf im Fussraum sitzen. Anhand der Baumkronen weiß ich dann wohin es geht. Wuff. Wenn Herrchen oder Frauchen weg sind verkriech ich mich auch am liebsten. Manchmal ist mein Herrchen tagelang unterwegs. Wuff. Ich glaube, er bereist die ganze Welt. Du kannst dir nicht vorstellen, was er für Gerüche mit nach Hause bringt. Wuff, Wuff. Julie

na da hat er aber recht, dabei sein ist alles und allein sein ist nichts.
ach sie sind schon süß und so lieb, die vierbeinigen familienmitglieder. ich kann mir die sorge und angst vorstellen… auch wenn es heißt, tiere können nicht denken. papelapapp… natürlich können die das. spätenstens wenn man nach hause kommt, die freue riesengroß ist und es dann ein paar tage braucht bis sie wieder „richtig in der spur“ laufen weiß man das es den lieben tierchen nicht einerlei ist… egal ob hund oder katze, es ist einfach familie und da darf keiner fehlen, sie uns nicht und wir ihnen nicht.
schön, dass herr bohne so ein flotter ist und es immer schnell auf den beifahrersitz schafft 😉
ich wünsche euch einen zauberhaften oktober und eine schöne zeit.
liebe grüße von der insel rügen, mandy

Ja, Geschwindigkeit kann entscheidend sein. Weiter so!
Liebe Grüße!

Hahaha … du bist ein kluger Hund!

Lieve groetjes van Thea♥

Ach, Herr Bohne ich freue mich für dich, dass dein Nr-1-Frauchen wieder zurück ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es jetzt ein Weilchen dauert, bis du jetzt wieder glauben kannst, dass sie bald zurück ist…
Weiße Engelshaare ist gut, das muss ich mir merken, falls mich mal jemand fragt, ob ich da an den Schläfen etwa schon allmählich grau werde! 😉
Herzliche Sonntagsgrüße und Fellchenkrauler,
Traude
http://rostrose.blogspot.co.at/2017/10/anl-22-ubers-sinnvolle-und-nachhaltige.html