Die Mülltonne

Etwas, das sie dem Grundschulmädchen ganz früh beibringen wollte, erzählt die Sina, war es, wie wertvoll unsere Lebensmittel sind.

Du, Herr Bohne, du sorgst bei Oma dafür, dass garantiert nichts verdirbt, weil es vorher von dir aufgegessen wird.
Stimmt, denke ich, der Hunderherr, diese Aufgabe übernehme ich jeden Tag auf’s Neue sehr gerne.

Weißt du, Herr Bohne, als ich daheim auszog und allein in die Welt ging, 10 Stunden am Tag außer Haus war, da wurde nach der Arbeit etwas Essbares besorgt, oft etwas Schnelles, nicht besonders Gesundes und ein Becher Joghurt, der wurde dann auch schon mal vergessen und entsorgt, wenn das Datum überschritten und er in der hintersten Ecke im Kühlschrank gelandet war.

Richtiges Einkaufen und richtige Vorratshaltung, die musst du als junger Menschen aber auch erst einmal lernen, fügt die Sina entschuldigend hinzu, wenn du plötzlich selbst für einen Einkauf zuständig bist, kann das ganz schön schwierig werden. Die Grundlagen dafür, die können aber sicher schon in der Kindheit gelegt werden, sonst wäre mir das wahrscheinlich auch heute für unser Mädchen nicht wichtig, hätte meine Mama mich nicht entsprechend vorbereitet.

Für jeden Joghurt, den das Grundschulmädchen einmal nicht wegwerfen wird, wenn sie erwachsen ist und in die Welt hinaus zieht, lohnt sich das Daran-Erinnert-Werden, welch kostbares Gut unsere Lebensmittel sind.

Herr Bohne, erzählt die Sina weiter, ich erinnere mich so gern an die Krabbelgruppenzeit vor 6 Jahren. Eines Krabbelgruppenmorgens habe eine Oma in der Frühstücksrunde das Wort ergriffen und erklärt, es mache sie immer sehr traurig, am gemeinsamen Frühstück mit den Kindern teilzunehmen: „Die Kinder bekommen alle ein ganzes Brötchen, beide Seiten dick belegt und am Ende des Frühstücks bleibt bei jedem Kind eine Brötchenhälfte übrig und landet nicht etwa im Mund von euch Müttern („schon angekaut, nein danke“), sondern in der Tonne. 10 Kinder, 10 Brötchenhälften, jeden Montagvormittag in dieser einen Krabbelgruppe in dieser einen kleinen Stadt in Mittelhessen.“
„Warum“, habe die Oma des kleinen Mädchens gefragt, „gebt ihr euren Kindern nicht nur ein kleines Stück vom Brötchen, dann noch eines und noch eines?“
Die Mamas seien sehr ruhig gewesen, keine habe etwas sagen können. Der Krabbelgruppenbesuch habe an diesem Tag sehr nachdenklich geendet

Einen Linktipp haben wir an dieser Stelle  für dich: Zu gut für die Tonne.

Wir freuen uns über deine Meinung zu unserem Thema. Hast du heute schon ein Lebensmittel weggeworfen?

Kindergartenabschiedsfrühstück im Sommer, bevor das Grundschulmädchen ein Schulkind wurde

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Autor

Herr Bohne ist 9 Jahre alt, seit 2010 treuer Begleiter von Sina & Patrick und seit 2011 Aufpasser- und Knuddel-Hund eines kleinen Mädchens. Herr Bohne ist ein echter Bloggerhund. Mit vier Pfoten und 2 Händen halten Herr Bohne und Sina in Teamwork und mit einem unverwechselbaren Schreibstil die Rudelerlebnisse aus Sicht des Hundeherrn fest.
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Kategorie: Familienleben

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Wir versuchen, so wenig wie möglich wegzuwerfen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum erschreckt uns nicht. Was gut aussieht und nicht schlecht riecht, essen wir auch, wenn das Datum überschritten ist.
Liebe Grüße!

Lieber Herr Bohne und auch liebe Familie von Herrn Bohne,

das ist ein sehr wichtiger Artikel und ich würde mich freuen, wenn er bei ANL verlinkt wird, da passt er nämlich dazu – http://rostrose.blogspot.co.at/2017/11/anl-23-sinnvolles-und-nachhaltiges.html
– bis zum Abend des 1. Dezember ist das möglich.
Bei uns wird kaum noch etwas kaputt – Mindesthaltbarkeitsdatum ist uns auch egal – und unsere Katzen helfen uns übrigens ebenfalls bei der „Resteverwertung“ 😉 – aber natürlich musste auch ich das alles erst lernen. Und es ist gut und wichtig, wenn Menschen, die es noch nicht können, zum Nachdenken angeregt werden…

Und liebe Sina, danke dass du zwischendurch mal nachgefragt hast – mir geht es gut, aber im Moment weiß ich nicht so recht, was ich als erstes tun soll, der Herbst ist bei mir immer viel zu voll und zu den „normalen“ Alltags- und den normalen Herbstdingen hatte ich eine Ausstellung vorzubereiten und hab ich jetzt auch noch täglich Physiotherapie. Also UFF!

Ganz herzliche Grüße,
Traude
http://rostrose.blogspot.co.at/2017/11/1-sommerkleid-viele-herbstlooks-und.html

Nein, Herr Bohne, ich habe heute kein Lebensmittel weggeworfen. Bei uns wird aufgewärmt. Und Haltbarkeitsdaten sind auch kein Grund etwas, das noch gut aussieht und nicht verdorben riecht, wegzuwerfen. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich einen perfekten Haushalt führe, denn hin und wieder kommt schon etwa angematschter Salat oder sonst etwas Vergessenes auf den Kompost. Und ich gebe Frauchen Sina in ihrer Einstellung vollkommen recht; Mariechen wird vermutlichin in ihrem späteren Erwachsenenleben oft an ihre Mama denken und in einen Keks, der älter als sein Ablaufdatum ist, beissen 😉
Herzlich, do

Nein, Herr Bohne, hier wird kein Essen weggeworfen.
Kein Brot ist hart, kein Brot haben ist hart!
In einer Welt, wo Menschen verhungern, weil anderes Menschen den Zugang zu Essen versperren (Jemen, z.b) ist Essen wegwerfen ethisch nicht vertretbar. Wirklich nicht.
Ein Mindesthaltbatkeitsdatum heisst : mindestens Haltbar, nicht tödlich ab!
Herzlichst
yase

Nein, ich versuche auch so wenig wie möglich wegzuwerfen.
 Ich koche so, dass nach dem Essen alles weg ist.
Mit 2 erwachsenen Leuten funktioniert das gut.
Dies ist natürlich viel schwieriger mit Kindern.

Lieve groetjes van Thea

Ich glaube, wer sagt, noch nie Lebensmittel weggeworfen zu haben…schwindelt…
Aber bei mir kommt extrem wenig in die Tonne. Essen aus Kühlschrankreste ist zu 99% voll lecker. Ob als Auflauf oder in der Pfanne. Trockene Brötchen/ Brot wird gerieben und schon kann es Schnitzel geben.
Ich finde es gut, wenn jeder rechtzeitig lernt, Lebensmittel zu achten…
Wieviel Wasser wird benötigt um Getreide wachsen zu lassen? Wieviel frisst ein Tier bis es groß ist? …
Liebe Grüße
Sylvia