Familienkreuzfahrt AIDA Prima, Klappe die Zweite

icon1Wenn einer eine Kreuzfahrt tut, macht er es immer wieder – es sei denn, er verträgt die Wellen und den Seegang nicht gut. Dessen bin ich mir sicher. Was gibt es wundervolleres, als morgens mit einem Blick aus dem Fenster von einer völlig neuen Perspektive überrascht zu werden? Was ist schöner, als die unendliche Weite über das Meer an einem Seetag zu genießen? Wo fühlst du dich freier?

Ich für mich bin jedes Mal aufs Neue überwältigt, wenn ich die ersten Schritte über die Gangway geschafft und „mein“ Kreuzfahrtschiff betreten habe. Ich bilde mir ein, dass es dort sogar einen bestimmten Geruch gibt, der alle Alltagslasten unwillkürlich von mir abfallen lässt, sobald er mir in die Nase steigt und es für mich einfach nach purem Urlaubsglück duftet.

Wir sind schon lange Kreuzfahrer aus Leidenschaft, die von euch, die uns länger lesen, wissen das. Wir haben in 2008 (genau heute vor neun Jahren, am 22.10.) auf AIDAvita geheiratet und seit dem lässt uns das Kreuzfahrtfieber nicht mehr los.

Weil uns die Winterkreuzfahrt in den Norden im November letzten Jahres so gut gefallen hatte, buchten wir die Route noch einmal für diese Herbstferien 2017. Seit gestern sind wir im Heimathafen zurück und ich denke heute, es war diesmal sogar noch schöner an Bord der AIDAprima als vor einem Jahr. Ich nehme euch nun mit auf eine Bilderreise, weit ab von Etikette und Galadinner, stattdessen kunterbunt, fröhlich, manchmal laut (aber immer auch mit stillen Ecken) und so familiennah, wie verreisen auf dem Meer es nur sein kann.

Begrüßung

So freundlich werden wir am ersten Tag im Hafen von Hamburg empfangen.

Seetag  Nummer 1

Als hätte der Himmel für diesen Urlaub genau gewusst, dass wir sonnenhungrig sind, da uns der Sommer nicht gerade verwöhnt hatte, fuhr er das schönste Licht auf und seine hellsten Sonnenstrahlen. Bilderbuchmäßiger hätte der erste Seetag nicht starten können.

Freiheit. Genau so fühlt sich frei sein für mich an. In keiner einzigen Nacht zuhause schlafe ich besser als an Bord.

Bilderbuchwetter im Oktober. Und das in Nordeuropa.

Wind in den Haaren, Wasser unter den Füßen – trocken bleiben sie trotzdem.

Kinder an Bord

Fröhlicher und vielfältiger kann ein Programm für Kinder in einem Urlaub nicht sein. Das größte Problem für unser Grundschulmädchen bestand darin, sich nicht entscheiden zu können, für welche Programmpunkte sie sich entscheiden sollte. So viele Möglichkeiten, sich die Urlaubszeit zu   gestalten. Handy für Papa und Mama und Fernsehen für alle gab es in diesen 7 Tagen nicht. Es hat so gut getan. Keine E-Mails, kein Social-Media, kein Erreichbarsein. Und die Welt drehte sich dennoch weiter. Und wie gut sie das für uns tat.

Am meisten darauf gefreut – Wiedersehen mit den Clubbies, Dodo, Alwine, Itzi und Achwasachwas.

Kein Tag ohne Kidsclubbesuch.

Kein Tag ohne Besuch des Piratenzimmers.

Auf unserer Reise waren 1200 Kinder an Bord. Vielleicht lässt das erahnen, wie groß dieses wunderschöne Schiff ist. Unser riesen Respekt gilt der Organisation der Kidsclub-Gastgeber. Die Kinder waren in drei Altersgruppen aufgeteilt. Nicht einmal hatten wir das Gefühl, dass es zu viele Kinder für die Betreuung sind, da alles perfekt gehändelt wurde und jedes Kind seinen Platz bekam. Es gab neben dem Betreuungsangebot wie Basteln, Schnitzeljagd, Hexenbesenführerscheinprüfung, Piratentag auch ganz viel gemeinsame Mama-Papa-Kind-Aktionen. So vielfältig haben wir das bisher auf noch keiner AIDA-Reise erlebt. Wir hatten Bedenken vor dieser Ferienfahrt, war es doch die erste für uns (zuvor konnten wir auf ruhigere Wochen zurückgreifen, da unser Mädchen noch nicht schulpflichtig war) – alle Bedenken wurden uns genommen. An den Seetagen war es voll, das lässt sich nicht leugnen, aber selbst an diesen Tagen haben wir immer auch ein ruhiges Eckchen gefunden.

Ruhiges Plätzchen – tadaaaa 🙂

England

Auf den meisten unserer Reisen buchten wir bisher keine Ausflüge – mit Kind waren diese uns bisher immer zu lang und natürlich ist es auch eine Kostenfrage für uns als junge Familie. Für diese Reise entschieden wir uns spontan aufgrund der tollen Wetterprognosen für die Buchung einer Fahrt nach Stonehenge, schon lange begeistert sich der Papa für diesen mystischen Platz. AIDA bietet inzwischen spezielle Familienausflüge an, so auch in England. Tapsy, ein Maulwurf, begleitet die Kinder als Maskottchen bei diesen Touren. Unser Grundschulmädchen und ihr Papa werden euch von diesem Ausflug in einem zweiten Bericht noch ausführlich erzählen, ein paar Bilder darf ich euch aber bereits zeigen.

Das Wetter war mit 22 Grad am Vortag angekündigt, wolkenfrei und sonnig sollte es werden. Der Himmel hält sein Versprechen an diesem Tag nicht. Sturm und Blutsonne empfangen uns in Stonehenge. Und genau dieses Wetter lässt uns diesen Platz noch mysteriöser erscheinen. Gänsehautmoment.

Die Kinder sind alle als kleine Steinzeitmenschen verkleidet. So süß.

Grandioses Bild. Da ist dem Papa ein ganz besonderer Schnappschuss gelungen. Der Himmel leuchtet in einer Farbe, die ich so wirklich noch nie gesehen habe.

Und kaum haben wir die Steine verlassen, erwarten uns Tapsy und die angekündigte Sonne zurück am Bus. Unfassbar.

Frankreich

Nach so vielen schaurig-schönen Eindrücken in England, beschlossen wir am nächsten Tag in Frankreich, das Schiff gar nicht zu verlassen. Ich liebe diese Ruhe an Bord an den Landtagen.

Sightseeing geht auch ganz wunderbar von Bord aus.

Direkt gegenüber unseres Liegeplatzes „parkt“ die etwas kleinere Schwester AIDAmar.

Auch in Frankreich scheint die Sonne für uns.

Blick auf Le Havre.

Belgien

Die AIDA legt im Industriehafen von Zeebrügge an. Im letzten Jahr fuhren wir mit einem Shuttlebus ins wunderschöne Küstenstädtchen Blankenberge, in diesem Jahr entschieden wir uns für den Bummel durch Zeebrügge selbst. Gerade für Familien mit kleineren Kindern ist dieser Ort in unseren Augen toll. Auf dem Hafengelände ist das Spazieren verboten, so fährt ein kostenloser Hafenbus zum Hafenausgang. Hier gibt es einen kleinen Yachthafen, nichts Besonderes, aber gerade für die kleinsten Landgänger ideal, um Abenteuer an Land zu erleben. Ein echtes altes U-Boot lädt zum Besuch ein, bis zu diesem sind es vom Bus aus nur wenige Gehminuten. Auch ein Spielplatz auf der anderen Straßenseite mit Blick zur AIDA lädt zu einer Spielzeit ein. Wir bummelten ein wenig am Hafen entlang und genossen auch an diesem Tag wieder wärmende 20 Grad Außentemperatur.

Im kleinen Yachthafen lassen sich die im Kidsclub erzählten Piratengeschichten wunderbar nachspielen.

Eine Fotosession unserer Kussmundschönheit muss an diesem Sonnentag in Belgien stattfinden.

Wie beeindruckend muss dieses Schiff erst aus Kinderaugen sein.

Das Marine-U-Boot ist auch von außen ein Erlebnis.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist der Genuss echter Belgischer Schokolade.

Holland

Unser letzter Zielhafen führte uns nach Rotterdam. Der Papa war an diesem Hafentag schon ganz früh unterwegs, um den Sonnenaufgang mit der Kamera einzufangen. Wir wählten für uns den Shuttle in die Stadt am frühen Morgen, um die Markthalle und das bunte Treiben dort noch ohne Gedränge erkunden zu können.

Aufgenommen vom Schiff, welches mitten in der Stadt hält.

Frühstück inmitten der Hochhäuser, dennoch an Bord – die Prima steht zwischen ihnen.

Auch hier wieder ein kleiner, wunderschöner Hafen, welcher fotografisch festgehalten werden muss.

Die Kubushäuser des Architekten Piet Blom sind ein Augenschmaus.

Die Decke der Markthalle ist ein einziges Kunstwerk, wundervoll.

Wir entscheiden uns für den Kauf von Gewürzen. Könnt ihr riechen, wie es hier duftet?

Seetag Nummer 2

Unseren letzten Urlaubstag durften wir noch einmal auf dem Meer verbringen und die Möglichkeiten an Bord in vollen Zügen auskosten. Wer noch überlegt, ob eine Kreuzfahrt mit Kind passend ist, den können vielleicht unsere Eindrücke überzeugen. Schreibt uns gerne in den Kommentaren, wenn ihr Fragen habt – gerne geben wir euch unsere Erfahrungen weiter. Wir träumen schon jetzt von der nächsten Reise weit, weit übers Meer. Auf AIDAsehen!

Badespaß in einem der Pools. Alle Pools sind nichtschwimmergeeignet und wunderbar warm.

Klettern im Four Elements.

Schnipp-schnapp – Haare ab – Friseurin Anna zaubert unserem Grundschulmädchen eine neue zuckersüße Frisur.

Leckerer Saft im Theatrium.

Wilde Fahrt im Lazy River.

Besuch im bordeignen Brauhaus.

Neben Clubbie Dodo der beste Freund unseres Grundschulmädchens an Bord – Pepper.

Das schönste Essen, das wir jemals gesehen haben.

Das letzte von uns aufgenommene Foto. Ganz sicher nicht der letzte Bericht. Ich habe noch so viel zu erzählen. Fortsetzung folgt…

*Hinweis: Diese Reise / dieser Ausflug wurde von uns eigenständig finanziert. Wir schreiben diesen Beitrag, weil uns dieser Ort interessiert und begeistert. Wir bilden in diesem Beitrag unsere eigene Meinung ab, die keiner Beeinflussung unterliegt.

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Autor

Sina ist 35 Jahre alt, seit 2010 Frauchen von Herrn Bohne und seit 2011 Mama eines kleinen Mädchens. Sina arbeitet hauptberuflich in einer großen Verwaltung und berät hier viele Menschen im persönlichen Kundenkontakt. Den perfekten Ausgleich zu ihrem Beruf findet Sina in ihrer Leidenschaft des Schreibens, seit dem Jahr 2011 nicht nur leise im Privaten, sondern etwas lauter in der virtuellen Welt als Bloggerin und freie Internetautorin.
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Kategorie: Familienreisen & Ausflüge

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Ihr Lieben! Stonehenge – wie genial ist das denn??? Weißt du, wie lange ich davon schon träume????!!!! Ich freue mich schon so auf den Bericht!
Ansonsten hört sich eure gesamte Fahrt einfach toll an (wenn ich selbst auch überhaupt kein Fan von Kreuzfahrten bin) und nach einer unbeschwerten, fröhlichen und kraftbringenden Familienzeit. Es freut mich so sehr für euch, dass ihr eine so gute Zeit hattet!
Und: Wir waren auch die ganze Woche im Elsass offline. Das tat so gut! Ich mache das jetzt öfter ganz bewusst, habe ich beschlossen. Lesen, schreiben (so echt, mit Stift auf Papier!), gemeinsam spielen, lachen, essen, quatschen – wunderbar!
Und Rotterdam steht auch schon länger auf meiner imaginären Wunschliste, da darfst du gerne auch noch ganz viel drüber erzählen!!
Liebste Grüße und einen Freuden-Drücker, Nina

wow
ein toller Bericht und ein grandioser Urlaub
das sind sicher bleibende Erinnerungen auch für eure Kleine
ich bin leider nicht seetauglich 😉
deine Bilder sind sehr beeindruckend
liebe Grüße
Rosi

Diese Kreuzfahrt wird sicher noch lange in Euren Herzen sein, das merkt man wieder einmal an den Texten und Bildern. Rotterdam würde mir auch gefallen, zwischen Hochhäusern frühstücken, einfach genial. Euer Grundschulmädchen ist einfach allerliebst mit neuem Haarschnitt und das noch auf der AIDA. Ausflüge mit wunderschönen und unvergesslichen Zielen, da bekommt man direkt Fernweh.
Freue mich auch schon auf neue Berichte, ihr seid einfach eine tolle naturbegeisterte
Familie.
Ach übrigens, da ich den Text ja genau studiert habe, wünsche ich euch noch nachträglich Alles Gute zum Hochzeitstag am 22.10.2017. Da ihr Euch ja auch auf der AIDA das Ja-Wort gegeben habt, ist die Liebe zu diesem Schiff natürlich etwas ganz Besonderes. Ich glaube Eure süße Tochter habt ihr auch schon angesteckt. Oder ?
Ganz liebe Grüße
Sabina

Liebe Sina – wow, ich bin beeindruckt. So viele tolle Dinge habt ihr erlebt, ich freu mich auf die Fortsetzung! Bisher war ich noch nie auf Kreuzfahrt, aber lange Fahrten auf Fähren hab ich schon gemacht. Es ist schon beeindruckend, wie gross diese Schiffe sind und was sie alles zu bieten haben! Jetzt hast du mich neugierig gemacht! Danke fürs Teilen & deinen lieben Kommentar!
heitere Grüss Britta

Ich seh schon, ihr seid so RICHTIG-RICHTIG begeisterte Kreuzfahrer! 😉
Dann kann ich euch Island mit dem Schiff von Herzen empfehlen. Einfacher geht’s kaum – keine Unterkünfte suchen, nicht im Land herumfahren müssen, Mahlzeiten gibt es fix auf dem Schiff – mit Kind ist das sicherlich ideal (außer man möchte gern mehrere Tage auf einem Islandponyhof verbringen ;-))
Ich selber bin mit dieser Art des Reisens auch nach dem zweiten Versuch nicht so wirklich gut Freund geworden. Zwar vertrage ich Seegang hervorragend und liebe das Meer, aber die vielen Menschen auf so engem Raum, die musste ich aus Selbstschutz ausblenden. Ich bin mehr so der Mit-dem-Auto-ein-Land-Erforscher-Typ oder ich könnte mir auch vorstellen, ein Land ganz langsam per Fahrrad oder zu Fuß kennenzulernen, wenn ich die Zeit dazu hätte. Diese Stippvisiten sind mir einfach zu kurz und zu wenig… (Eine Kreuzfahrt wollen wir trotzdem irgendwann noch machen – und zwar Skandinavien / Osteuropa mit Stockholm, Helsinki, Riga, Tallinn, St.Petersburg etc., weil wir denken, dass diese Ziele auf diese Weise am besten für uns zu erreichen sind. Naja – warten wir’s ab, was noch kommt.)
Schön, wie mystisch euch Stonehenge empfangen hat – ich denke, dieses Licht und der Rabe waren von AIDA extra der Stimmung wegen inszeniert 😉 Ich kenne Stonehenge nur bei Regen (beide Male)… Wenn ihr irgendwann einen anderen Steinkreis in England sehen wollt, kann ich euch übrigens Avebury empfehlen – https://de.wikipedia.org/wiki/Avebury – gefiel mir persönlich besser als Stonehenge (vielleicht auch, weil es noch nicht so touristisch überlaufen ist) und ist frei begehbar. In meinem England-Reisebericht von 2010 kannst du es dir ansehen, aber damals habe ich den Bericht noch „in einer Wurscht“ gespeichert und Avebury kam erst gegen Ende der Reise (per Zufall bzw. Dank des Ausbruchs eines isländischen Vulkans ;-))) – d.h. falls dich der Ort interessiert, musst du ziemlich weit runterscrollen 😉
Rotterdam hat sich ja enorm verändert, seit ich (irgendwann Mitte der 1980er Jahre) dort gewesen bin – sieht jetzt richtig gut aus! (Damals war es eher heruntergekommen…)
Danke für deine tollen Schilderungen und Fotos!
Herzliche Rostrosen-Sonntagsgrüße,
Traude
http://rostrose.blogspot.co.at/2017/10/island-kreuzfahrt-teil-9-nationalpark.html