Gießkannenmuseum Gießen – das Museum für jedermann (jederfrau, jederkind, jedermensch)

icon1Es ist März und der 7.Geburtstag unseres Grundschulmädchens steht kurz bevor. Eigentlich zieht mit Mariechens Geburtstag immer der Frühling ein, doch dieser Märzanfang ist so kalt, wie keiner, an den wir uns zurückerinnern. Herr Bohne sagt jedoch, er kann die warme Frühlingsluft bereits erschnuppern und er fängt schon mal an, die Blümchen zu gießen und die vergrabenen Leckerli aus dem letzten Sommer im Garten zu suchen. Habt einen wunderschönen Sonntag. Und macht euch frühlingshafte Gedanken, so wie wir, vielleicht auf einem Ausflug ins Gießener Gießkannenmuseum…

Alles fing an mit den Planungen zur Gießener Landesgartenschau 2014. Im Jahr 2010 wurde ein Ideenwettbewerb der Stadt Gießen ins Leben gerufen und der Vorschlag eines Gießener Bürgers aufgegriffen, ein Gießkannenmuseum in der Universitätsstadt an der Lahn aufzubauen. Hierzu wurde ein Event veranstaltet, zu dem die Gießener aufgerufen wurden, ihre nicht mehr benutzten Gießkannen zu spenden. Diese Aktion war ein voller Erfolg. 2.014 Gießkannen sollten es werden, dieses Ziel wurde damals nicht ganz erreicht – die Herzen der Menschen umso mehr. Seit 2011 kann die Gießkannensammlung in Gießen kostenlos bestaunt werden und die Gießener nutzten dieses Angebot so zahlreich, dass das Museum nach der Landesgartenschau 2014 weitergeführt wurde. Im letzten Jahr konnte sogar in neue zentrale Räume nahe des Haupteingangs des Botanischen Gartens in die Sonnenstraße 3 umgezogen werden.

 

Die Gießkannen sind sortiert in unterschiedliche Themenbereiche … Plastik, Metall, Keramik, innen, außen, Deko …

Jede Gießkanne erzählt ihre Geschichte.

Es gibt die Kannen in allen erdenklichen Formen, Farben, Materialien. Dieses Pärchen ist setzkasten-groß (oder klein) und ein ganz süßes Dekoobjekt.

Die Sammlung der Gießkannen wird stetig erweitert und mehrmals im Jahr ausgewechselt.

Nicht nur Gießener spenden heute ihre Gießkannen, Freunde und Fans aus der ganzen Welt lassen ihrer Gießkanne im Gießkannenmuseum eine neue Daseinsberechtigung zukommen.

Alle gespendeten Gießkannen sind auch virtuell auf der Internetseite des Gießkannenmuseums zu finden: http://giesskannenmuseum.de/

Die Museumsbetreiber listen alle Kannen, ihre Vorbesitzer und ihre Geschichte auf, soweit diese Informationen bekannt sind.

Die ein oder andere Kanne hat wirklich sehr viel erlebt, bevor sie im Gießkannenmuseum ihre letzte Lebensphase genießen und sich von den Besuchern bewundern lassen darf.

Vermutlich ist das Museum deshalb so erfolgreich, weil jeder Besucher, ob klein oder groß, mit einer Gießkanne persönliche Geschichten verbindet, eben ein Alltagsgegenstand, der jedem Besucher ein Begriff ist.

Der Eat-Art-Künstler Daniel Spoerri aus der Schweiz hat eigens eine von ihm ausgewählte Gießkanne von einem Traktor in der Toskana überfahren lassen – die für uns skurrilste Gießkannen-Geschichte und wohl wahre Kunst.

Herr Bohne (hier der aus Plüsch) und unser Grundschulmädchen hatten sehr viel Spaß und wollten all die bunten, lustigen, manchmal auch traurigen Gießkannengeschichten hören und bestaunen. Viele tierische Freunde haben die beiden beim gestrigen Besuch gefunden.

Völlig klar, das macht absolute Frühlingsvorfreude, ist der perfekte Schlechtwetterausflugstipp und bei schönen Wetter werden wir es mit einem Besuch des Botanischen Gartens verbinden und ganz sicher noch einmal wiederkommen und die neu gesammelten Gießkannen anschauen.

Unser Familienausflugstipp, weil der Eintritt frei und die Idee originell ist, die Betreiber sehr freundlich sind und die Gießkannen und ihre Geschichten für eine kurzweilige und ein bisschen verrückte Stunde im schönen Gießen sorgen.

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Autor

Sina ist 34 Jahre alt, seit 2010 Frauchen von Herrn Bohne und seit 2011 Mama eines kleinen Mädchens. Sina arbeitet hauptberuflich in einer großen Verwaltung und berät hier viele Menschen im persönlichen Kundenkontakt. Den perfekten Ausgleich zu ihrem Beruf findet Sina in ihrer Leidenschaft des Schreibens, seit dem Jahr 2011 nicht nur leise im Privaten, sondern etwas lauter in der virtuellen Welt als Bloggerin und freie Internetautorin.
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Kategorie: Familienreisen & Ausflüge

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Oh, da würde ich auch gerne hingehen! Hört sich so herzerwärmend an!!
Hier ist es auch noch kalt, obwohl heute mal die Sonne schien.
Herzlichst
yase

Ihr Lieben! Habt ihr unsere Gießkanne gefunden? Wir haben auch eins der Exponate beigetragen, aber das verwundert euch bestimmt nicht – ihr kennt uns ja 😉
Es sind ganz viele Fische und Muscheln drauf und oben sogar eine große Haifischflosse. Ein zweites Exemplar wartet hier bei uns zu Hause noch auf seinen „Umbau“, dann kann sie irgendwann auch ins Gießkannenmuseum umziehen. Ich liebe dieses wunderbare, verrückte, kleine Museum! Schön, dass ihr es hier vorstellt und toll, dass es euch auch gefallen hat!
Liebste Grüße, Nina

Liebe Sina, und lieber Herr Bohne,
das ist ja ein tolles Museum, das ihr da besucht habt! Soooooooooviel herrliche Giesskannen und Kännchen! Das ist ein toller Tipp, den ich mir merken werde!
VieleN Dank dafür und auch vielen Dank für Eure lieben Worte bei mir im Blog *lächel* Ich freue mich immer sehr darüber!
ღ Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag mit ganz viel Glücksgefühl! ღ
♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

Liebes Mariechen,
der Herr Bohne hat uns verraten das du am 6. März Geburtstag hattest und wir möchten dir nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren und dir weiterhin alles Gute wünschen. Das Gießkannenmuseum ist ein tolles Ausflugsziel. Sehr schöne Fotos habt ihr mitgebracht. Nun warten wir gemeinsam auf den frühling.
Liebe Grüße von Emma, Lotte und Frauchen

Oh, was für eine herrliche Ansammlung von Giesskannen! Da gab es sicher ganz viel zu bestaunen.
Heitere Grüsse Britta

Liebes Mariechen,

nun will ich Dir doch auch noch schnell ganz herzlich und nachträglich zum Geburtstag gratulieren. Wir Fischlein müssen doch zusammenhalten, gell. Ich habe genau einen Tag nach Dir Geburtstag das las ich gestern irgendwo in einem Kommentar von Mama.

Ach was für ein schöner Bericht. Ich bin ganz begeistert von diesen ganzen wunderbaren Kannen und Kännchen. Tolles Museum.

Liebe Grüße
Kerstin