Kinderführung Schloss Bad Homburg

icon1Wir hoffen, ihr seid alle gut und vor allem gesund im neuen Jahr angekommen.

Bei uns regnet es gefühlt durchgehend seit Wochen und das ist besonders jetzt in den Weihnachtsferien sehr anstrengend, denn bei solchem Wetter kann ein Ferientag und ein Wochenende ganz schön lang werden. Da wir uns von schlechtem Wetter aber nicht die Stimmung verderben lassen, haben wir gestern den perfekten Schlechtwetterausflug überhaupt unternommen. Wer uns von euch auf Facebook oder Instagram folgt, durfte bereits ein bisschen Schlossluft schnuppern. Wir waren nämlich echten Prinzen und Prinzessinnen auf der Spur und haben an einer Kinderschlossführung teilgenommen. Wir waren zuvor sehr gespannt, was uns erwarten würde, denn so eine Schlossführung für Kinder und deren Eltern / Großeltern hatten wir nie zuvor besucht.

Das Schloss Bad Homburg liegt in einem wunderschönen Schlosspark, der ganzjährig besichtigt werden kann. Gestern ließen das leider die Sturzfluten des Himmels nicht zu, aber wir kommen ganz sicher noch einmal wieder bei Sonnenschein. Der „Weiße Turm “ wurde wahrscheinlich zwischen 1355 und 1370 errichtet und erinnert daran, dass das in 1680 umgebaute Schloss Bad Homburg zuvor eine Burg war. Damals wie heute ist der „Weiße Turm“ das Wahrzeichen Bad Homburgs. Die Bilder des Turms stammen von einem früheren Ausflug, als das Grundschulmädchen noch ein Babymädchen war, daher der schöne blaue Himmel.

Die Innenräume des Schlosses sind ganzjährig für Besucher geöffnet und durch tolle Kinderführungen werden die jüngsten Schlossbesucher ab vier Jahren eingeladen, in die Geschichte von Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland einzutauchen.

Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland war selbst eine talentierte Künstlerin. Signierte Kunstwerke von Eliza, wie sie genannt wurde, können noch heute im Schloss Bad Homburg bestaunt werden.

Sicherlich schrieb die Prinzessin an diesem Schreibtisch viele Briefe in ihre Heimat England.

Und vermutlich hat es auch eine echte Prinzessin geliebt, den Sternenhimmel zu bestaunen.

Hier seht ihr den Speisesaal, in dem Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland dinierte.

Da fühlt man sich doch fast selbst wie eine echte Prinzessin an der Fürstentafel – meint ihr nicht auch? Die kleinen Prinzen und Prinzessinnen durften allerdings nicht an der Tafel der Großen mitessen, sie bekamen ihre Mahlzeiten von den Kinderfrauen in ihren Kinderzimmern (Prinzen- und Prinzessinnengemächern) serviert.

Zucker war zur damaligen Zeit etwas ganz Kostbares und man sagte ihm heilende Wirkung nach. So wurde er in der Schlossapotheke verkauft – für die, die ihn sich leisten konnten. In diesem Saal empfing die Prinzessin ihren Besuch und gab Teestunden für die Gäste, die ihr wichtig waren – heiße Schokolade liebte sie vermutlich auch.

Wusstet ihr, dass die Prinzessin Elisabeth von Großbritannien und Irland nicht gern alleine in einem Zimmer geschlafen hat? Vielleicht haben auch echte Prinzessinnen manchmal ein bisschen Angst im Dunkeln?

Unser Fazit:

Die Kinderführung war sehr lebendig und kurzweilig – in eineinhalb Stunden tauchten wir 200 Jahre zurück in die Vergangenheit in die Zeit ab 1818 und erfuhren, wie eine echte Prinzessin vor zweihundert Jahren lebte. Wir lernten, womit die kleinen Prinzen- und Prinzessinnenkinder spielten, was sie aßen, wie und worin sie unterrichtet wurden.

Die aktuellen Preise fanden wir für das, was uns geboten wurde fair – Stand Januar 2018 kostet die Führung für Kinder 5,50 €, für Erwachsene 7,00 €, die Familienkarte liegt bei 20,00 €, so dass auch die Kosten für eine Familie mit mehr Kindern moderat bleiben. Für Kinder ab vier Jahren ein ganz tolles Erlebnis, unser Regensamstag war gerettet, aber wir kommen auch ganz sicher bei schönem Wetter wieder – denn, das ist das Tolle: Es gibt ein ganz buntes Kinderprogramm über unsere Führung hinaus – da werden in einer anderen Führung Kinder ab acht Jahren zu Schlossdetektiven, es gibt Schokoladenworkshops, in der eigene Schokolade nach Prinzessinnenrezept hergestellt wird und in wieder einer anderen Veranstaltung werden die Haustiere der Prinzessinnen und Landgrafen im Schlossgelände gesucht. Wir sind begeistert über so viel lebendige Geschichte für kleine Geschichtensammler. Und wir Eltern fanden es selbst auch ganz wunderbar.

Herzlichen Dank der Museumspädagogik der Schlösser und Gärten Hessen und unserer gestrigen Führerin Frau Esther Walldorf.

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Autor

Sina ist 34 Jahre alt, seit 2010 Frauchen von Herrn Bohne und seit 2011 Mama eines kleinen Mädchens. Sina arbeitet hauptberuflich in einer großen Verwaltung und berät hier viele Menschen im persönlichen Kundenkontakt. Den perfekten Ausgleich zu ihrem Beruf findet Sina in ihrer Leidenschaft des Schreibens, seit dem Jahr 2011 nicht nur leise im Privaten, sondern etwas lauter in der virtuellen Welt als Bloggerin und freie Internetautorin.
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Kategorie: Familienreisen & Ausflüge

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Liebe Sina,
Bad Homburg steht bei mir schon auf der „muss ich besuchen“-Liste. Nach Deinem wunderschönen und reich bebilderten Beitrag ist das ganz nach vorne gerückt. Ein Besuch, der sich offensichtlich wirklich lohnt. Danke für den guten Tipp.
Guten Wochenstart und lieben Gruß
moni

Lieber Herr Bohne und Co,
schaut richtig super aus, euer Blog,
Ich war wie gelähmt und habe erst jetzt alles gelesen.
Alles Gute für 2018.
Liebe Grüße Heidi

Oh, was für ein romantisches Schloss! Ich liebe das Flair solcher Schlösser.
Auch euch wünsche ich alles Gute und Liebe für 2018.
Liebe Grüße,
Christine

Liebe Sina,
heute bin ich bei diesem wunderschönen älteren Beitrag „gelandet“ – mich wundert’s nicht, dass euch diese Führung gefallen hat, das alles klingt toll und nach einer wunderbaren Mögichkeit, einen Regentag (und vermutlich nicht nur den) sehr positiv zu verbringen. Danke, dass du auch erklärt hast, woher die Blau-Himmel-Fotos kommen, ich hab mich nämlich zunächst gefragt, wieso du von schlechtem Wetter geschrieben hast 😉
Liebste Rostrosengrüße und Happy Weekend für euer Rudel,
Traude