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Michael Patrick Kellys #PeaceBell läutet 100 Jahre nach Ende des ersten Weltkriegs erstmals in der Christuskirche Mainz

Ein Sonntag mitten im November und ich mache mich mit meiner Familie auf den Weg nach Mainz. Meine kleine Tochter, 7 Jahre alt, ist voller Vorfreude auf die Vorweihnachtszeit und erzählt mir auf der Fahrt von den geplanten Adventsaktivitäten ihrer Schule und wie sehr sie darauf hin fiebert. Ich frage sie, was ihr an der Zeit vor Weihnachten besonders gut gefällt und ihre Antwort könnte nicht besser passen, zu dieser, unserer, zu meiner Fahrt nach Mainz und zu dem Projekt, das ich an diesem Tag besuchen darf.

„Mama, in der Adventszeit singen wir morgens vor der ersten Stunde und es wird eine Kerze angezündet und am schönsten finde ich, dass sich dann alles so friedlich anfühlt“.

Ich bin eingeladen von der mainzplus CITYMARKETING, die am 11.11.2018 Veranstalter für ein Projekt ist, das mich sofort begeistert, als ich zum ersten Mal davon lese.

Mit viel Aufregung im Bauch kommen wir gegen 12 Uhr am Mittag in der Landeshauptstadt des Landes Rheinland-Pfalz an. Es sind milde 15 Grad, die Sonne scheint über der Christuskirche und ich kann mich nicht an einen so warmen und freundlichen Novembersonntag in den Jahren zuvor erinnern. Aber es ist eben auch ein ganz besonderer Sonntag.

Genau an diesem Tag, 100 Jahre zuvor, endete der Erste Weltkrieg. Ein Krieg bei dem zwischen 1914 und 1918 etwa 17 Millionen Menschen ihr Leben verloren.

Ein Tag, der nicht treffender gewählt sein könnte, um ein Projekt vorzustellen, das mir in unserer Zeit so unglaublich wichtig erscheint.

Der Künstler und Sänger Michael Patrick Kelly wird an diesem Tag seine #PeaceBell enthüllen und zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentieren.

Die Christuskirche ist eine evangelische Kirche und wurde zwischen 1896 bis 1903 in Mainz erbaut.

In beiden Weltkriegen waren schätzungsweise über 150.000 Kirchenglocken gesammelt und geschmolzen worden, um daraus Waffen herzustellen, so wurden auch aus der Christuskirche Mainz in den ersten beiden Weltkriegen Glocken zur Waffenherstellung entfernt.

Paddy Kelly wollte den Prozess umkehren und hat in Frankreich, in der Region um Verdun, Kriegsschrott gesammelt. Hier fand in den Monaten Februar bis Dezember 1916 eine der grausamsten Schlachten des Ersten Weltkriegs statt. Aus den von Paddy Kelly dort gesammelten Kriegswaffen wurde seine Friedensglocke, die #PeaceBell kreiert.

Es liegt ein Zauber in der Kirche, als Moderator Wolfram Kons die Enthüllung der #PeaceBell ankündigt.

Ich habe genau in diesem Moment das Gefühl, ganz nah einem großen Wunder beiwohnen zu dürfen.  

Die #PeaceBell soll laut Paddy Kelly davor warnen, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Er betont an diesem Tag, dass er sich bewusst nicht politsch äußern und für eine bestimmte Seite eintreten möchte. Vielmehr habe er die Hoffnung, als Künstler und Sänger zerstrittene Parteien über seine Musik zum Zuhören und im besten Fall Menschen zur Kommunikation miteinander zu bewegen.

An diesem 11. November diskutieren Michael Patrick Kelly und seine Gäste darüber, wie wichtig eine Abkehr von Radikalimus aller Seiten in unserer heutigen Gesellschaft ist. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Herr Michael Ebling (3.v.r.) übernommen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Herr Michael Ebling, zeigt sich als Schirmherr begeistert von Kellys Projekt und stimmt ebenfalls nachdenkliche Worte an:

„Kriege werden von Menschen gemacht. Frieden aber auch.“

Ich persönlich finde, es liegt Stolz in Michael Patricks Blick. Und das absolut zurecht.

Es ist kurz vor 15 Uhr, als die #PeaceBell enthüllt und erstmals für die Öffentlichkeit ersichtlich ist. Etwa 700 Gäste sind es, die diesem feierlichen Ereignis beiwohnen dürfen und ich bin so dankbar, eine von ihnen zu sein.

Das prägende Wort „Frieden“ zieht sich in einem ewigen Kreislauf um die Glocke. Paddy Kelly selbst hat an der Gestaltung der Glocke mitgewirkt.

Den ersten Glockenschlag überlässt Kelly den jüngsten Teilnehmern und als seine #PeaceBell dann zum allerersten Mal erklingt, bin ich wohl nicht die Einzige, der der Klang ganz tief ins Herz hinein geht.

Paddy Kelly steht aber an seinem Tag nicht allein für das Thema Frieden ein, er hat sich wunderbare Gäste eingeladen: Evi Guggenheim Shbeta ist ist Jüdin, ihr Ehemann Eyas Shbeta ist Palästinenser. Seit 30 Jahren leben sie als Ehepaar in Israel ihre Liebe und setzen ein Zeichen für den Frieden unter befeindeten Völkergruppen. In der „Oase des Friedens“ ihrem Friedensdorf, welches zwischen Jerusalem und Tel Aviv liegt, unterrichten sie arabische und jüdische Kinder gemeinsam unter Berücksichtigung der jeweiligen Religionen und Sprachen und die Kinder haben so die Chance, trotz der noch immer bestehenden politischen Fronten zwischen Israelis und Palästinensern als Freunde aufzuwachsen. Jedes Kind lebt seine eigene Kultur und lernt sein Herz für die Kultur der anderen Kinder zu öffnen.

„Eine gemeinsame Erziehung stärkt die eigene Identiät“, so Evi Guggenheim Shbeta.

Evi Guggenheim Shbeta und ihr Ehemann Eyas Shbet überwinden mit ihrer Liebe Grenzen.

Ein Herz für Kinder, die kleinen Besucher dürfen nacheinander Paddys Friendensglocke zum Klingen bringen.

Zum Ende der Veranstaltung haben alle Kirchenbesucher die Chance, die #PeaceBell aus der Nähe zu bestaunen.

Auch wenn Michael Patrick Kelly an diesem Novembersonntag kein Konzert spielt, so darf die Veranstaltung nicht ohne seine Musik enden – mit der Gitarre und seinem Song ID beendet er in einer wunderschönen Akustikversion die Veranstaltung und wer den Textzeilen lauscht, für den schließt sich an diesem Tag der Kreis.

Ich bedanke mich bei der mainzplus CITYMARKETING für die Einladung zur Enthüllung der #PeaceBell. Ich danke Michael Patrick Kelly und seinen Gästen, dass sie mich an eine friedliche Zukunft für unsere Kinder glauben lassen. Ich hoffe, dass sich meine kleine Tochter noch lange auf die Vorweihnachtszeit in ihrer Schule freuen und sie gemeinsam mit ihren Freunden aus verschiedenen Nationen friedlich erleben darf. Aktionen und Taten wie diese sind es, die mich in dieser Hoffnung stärken.

Tief berührt. Von Herzen Dankeschön.

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Autor

Sina ist 35 Jahre alt, seit 2010 Frauchen von Herrn Bohne und seit 2011 Mama eines kleinen Mädchens. Sina arbeitet hauptberuflich in einer großen Verwaltung und berät hier viele Menschen im persönlichen Kundenkontakt. Den perfekten Ausgleich zu ihrem Beruf findet Sina in ihrer Leidenschaft des Schreibens, seit dem Jahr 2011 nicht nur leise im Privaten, sondern etwas lauter in der virtuellen Welt als Bloggerin und freie Internetautorin.
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Kategorie: Alltagsbunt

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Sehr schön sina

Liebe Sina. Du Hast einen ganz tollen Blog. Besonders der Artikel mit Michael Patrick Kelly gefällt mir sehr gut. Liebe Grüße an Herr Bohne und deine kleine Tochter

Tolle Aktion!
Die Idee gefällt mir sehr gut, aus Waffen eine Glocke zu gießen.
Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

Liebe Sina,

das hört sich sehr beeindruckend an. Ich bin begeistert und hoffe darauf dass die Welt ein kleines bisschen darauf hört♥

Herzliche Grüße
Kerstin

P.S.: Anbei wollen wir noch Deine Frage wegen der Schildi beantworten:

Eine weitergeleitete Antwort von meiner Mama:

Oh nein lieber Herr Bohne, Frau Meier ist schon 48 Jahre hier in unseren Händen. Sie wiegt 2.200 g und hat Kräfte von denen ich manchmal nur träumen kann. Auch 6 Monate und länger wenns sein müßte kann ein gesundes wechselwarmes Tier vertragen. Es hängt damit zusammen, daß es seinen Energiehaushalt ganz herunterfahren kann, da durch die Kälte eben in ihrem Körperinneren, es nicht zur Verdauung kommen kann. Erst ab 12 Grad geht das.
Es ist eben ein Urviech und auf sich selbst gestellt. Da gibt es keine Hilfen, draußen in der Natur. Alles muß von selbst geschehen, wie sagt man so schön, angeborener Instinkt. Aus dem Ei geboren , ohne Mutter aufgewachsen. Alles muß funktionieren, sie hat eine eingebaute Uhr, die mit dem Sonnenstand tickt und einen Zooladen braucht sie nicht. Kräuter, Salate wie auch Gurke und etwas Obst, so ist ihr bescheidener Tisch gedeckt. Danke für Deinen Kommentar und ich hoffe Dir etwas Klarheit gebracht zu haben. Übrigens es sind faszinierende Tiere, die nicht in Kinderhände gehören. Müßen sie ja auch nicht, es ist nichts zum Kuscheln und die Menschen täten gut daran, Wildtiere zu achten und sie in ihrer angestammten Umgebung zu belaßen. Paßt die Info jetzt so lieber Herr Bohne, ich freu mich, daß es Dir gut geht und daß Du Dich für mich interessiert hast. An der Seitenleiste unter „Interessantes von Frau Meier“ sind auf klick Episoden aus meinem langen Leben zu lesen, die meine Schildipflegerin niedergeschrieben hat.

Liebe Grüße von der Helga und Frau Meier

Liebe Sina,

was ein Erlebnis und was ein toller Bericht.
Besonders der Anfang hat mir schon Gänsehaut verliehen, als Leily zu dir sagt….
„Mama, in der Adventszeit singen wir morgens vor der ersten Stunde und es wird eine Kerze angezündet und am schönsten finde ich, dass sich dann alles so friedlich anfühlt“……
So etwas von seinem Kind zu hören ist etwas sehr berührendes!

Eine großartige Aktion und danke dass du für uns diesen wirklich schönen Artikel geschrieben hast.
Es ist als wäre man dabei gewesen.

Mach weiter so und ganz liebe Grüße
Manuela und Familie

Ich habe diesen wunderschönen Beitrag schon mehrmals gelesen, bin großer Fan von der Kelly-Familie und besonders von Paddy Kelly. Seine Idee mit dieser Friedensglocke ist schon etwas ganz besonderes. Ich habe Gänsehaut beim Lesen bekommen und kann mir gut vorstellen, dass es dir so ähnlich erging, weil du ja live dabei sein konntest. Wenn du so tolle Berichte schreibst ist es kein Wunder, dass du auf ein solches einmaliges Event eingeladen wurdest. Daumen hoch und liebe Grüße
Anke

Ich verfolge schon lange diesen wunderschönen Blog, muß aber jetzt sagen, dieser Beitrag hat mich sehr berührt. Der Moment als Paddy Kelly diese einmalige Friedensglocke enthüllt,ist irgendwie unwirklich. Du schreibst das so berührend, besser geht es eigentlich nicht. Ich fühle mich richtig mitgenommen, man kann es nicht beschreiben.
Wunderbar, ganz herzliche Grüße an deine tolle Familie und ich freue mich auf weiter so einmalige Beiträge.
Ganz herzlich grüße ich euch alle
Lena
Du hast meinen Tag bereichert, Danke dafür

dein Bericht ist sehr bewegend
und rührt ans Herz

wenn diese Glocke etwas bewegen könnte dann wäre es sehr schön
danke fürs teilen

liebe Grüße
Rosi

Liebe Sina
Dieser Beitrag geht unter die Haut! Einerseits stimmt er optimistisch, einerseits erinnert er an einen Teil der Geschichte, der einem nachdenklich stimmt und zeigt, dass so schnell Feinschaft und Hass entstehen kann. Meistens, weil man sich eben nicht kennt oder kennen will. Weil man nur redet und nicht zuhört. Schön, gibt es immer wieder Menschen, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen und andere dazu bewegen, dass gleiche zu tun!
heitere Grüsse Britta

Es wäre schön, wenn Menschen aus der Geschichte lernen würden….
danke für diesen berührenden Bericht…
Herzlichst
yase

Oh, liebe Sina,
Du warst dabei in Mainz, wie schön sit das denn!!?!?
Ich habe ein Interview mit Michael Patrick Kelly gesehen und dachte, das wird sicher ein bewegender Augenblick werden! DANKE für Deinen wunderbaren Bericht von diesem Tag! …. und herzlichen Dank für Deine lieben Worte bei mir! :O)
Hab noch einen wundervollen Tag!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

Oh, das ist ein besonders schöner, Hoffnung machender Beitrag, liebe Sina! Was für eine wunderbare Idee, aus Kriegsschrott eine Glocke für den Frieden gießen zu lassen! Und auch, was ich hier über das jüdisch-palästinensische Paar gelesen habe, finde ich wunderschön.
Möchtest du diesen Beitrag bei mir im Blog bei der Aktion ANL verlinken? (Ab Mitternacht gibt’s ein neues Posting mit Linkup!) Ich würde mich sehr darüber freuen. ANL steht für Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität, und somit hat meine Aktion nicht nur mit Umweltschutz zu tun, sondern eben auch mit anderen Aktivitäten, die die Welt zu einem besseren Ort machen – und diese hier zählt eindeutig dazu!
Alles Liebe nochmal ans ganze Rudel, Traude

Es muss ein unglaublich schöner Tag gewesen sein mit vielen eindrücken. Sehr schoen und berührend.